Sonntag, 23. November 2014

Retrospektive SupperClub14 - Ein Herz für Rinder

Ne, Kinder, wat war dat schön.

Und es ging schon so gut los. So dermaßen pünktlich. So unglaublich dermaßen pünktlich. Auf Vegetarier kann man sich einfach verlassen. Wenn auch nur 2 von 10 tatsächlich und echt praktizierende Vegetarier waren. Herzlichen Dank an Euch - nicht nur für diese exakte Pünktlichkeit, sondern auch für diesen saulustigen Abend - wieder mal kam da eine tolle Truppe zusammen - karmisch harmonisch. Namaste!

Schauen wir aber doch mal auf das Menü ...

Der Schlachtplan
Das Menü
Das Gedeck
Erster Gang: Gin, Tonic, Joghurt, Gurke

Ein frischer Auftakt. Leicht. Säuerlich. Beschwingt. Ein kulinarisches Nachwinken an den vergangenen Sommer und ein geschmeidiges Hineingleiten in den Abend. Der Aperitif-Gin-Tonic, dem Motto antithetisch entsprechend mit einem Beefeater gemixt, erfüllte gleichzeitig die Rolle des korrespondierenden Getränks zu diesem ersten Gang.

Filigranes Gurkennetz
Energiekreis aus Gurkenschalengintonicdeko 
Auf dem Teller der ersten Runde fand sich:
  • Zuunterst ein Salat von Gurke, Zucchini und Granny Smith in einem JoghurtGinTonicDressing.
  • Eine ZiegenkäseKräuterPraline.
  • Ein GurkenJoghurtSenfEis mit Sesam.
  • Ein MeerrettichJoghurtGelee im filigranen Gurkennetz.
Gang 1: zelebrierter Cucumbrismus
Zweiter Gang: Radicchio, Rote Beete, Radieserl

Ein ungewöhnlicher Gang, im Glas serviert. Ein Salat aus Radicchio, Roter Beete, Cranberries, Nüssen und Schafskäse bildet das Fundament. Das bittere Aroma übernimmt geschmacklich das Staffelholz vom Gin des vorangegangenen Ganges und wird durch die Cranberries und das süßliche BalsamicoDressing eingebremst. Auf dem Salat: Geschmorte Radieserl mit Kapern und auf des Glases Deckel ein Päckchen von Zucchini und Ziegenkäse.

Gang2
Dazu ins Glas kam ein spritzig frischer Lambrusco aus dem Hause Opera02 (hierzu vielleicht auch lesenswert der Bericht in der Rubrik AuswärtsEssen). Der Lambrusco kommt hervorragend zurecht mit den bitteren und salzigen Aromen. Besonders aber mit dem BalsamicoDressing des Salats - denn der Balsamico kommt aus dem selben Stall wie er selber.

Dritter Gang: Onsen-Ei mit Pü und Trüffel

Ja. Schon wieder. Schon wieder gibt es KartoffelPü mit Ei und Trüffel. WEIL ES ABER HALT LEIDER EBEN GEIL IST. Was soll man da denn machen? Da kann man nichts machen!

Und weil dieses Mal kein teures Fleisch auf der Einkaufsliste steht wird das Budget sinnvoll in Trüffel investiert. Und zwar in einen 40 Gramm-Oschi.

40 Gramm Oschi aus Alba, getauft auf den Namen Franco Nero.
Das Pü alleine hat schon einen hohen Obszönitätsfaktor, aber zusammen mit dem Ei und dem frisch gehobeltem Trüffel ... es ist unanständig!

Das Rezept für das Pü ist nicht weiter kompliziert und zeigt, wie schon doch das Einfache sein kann. Das Ei wurde 5 Stunden bei 63° gegart und das Ergebnis ist ein super cremiger Dotter.

jajaja ... schon wieder Trüffel, Ei und Pü ... wird das nicht irgendwann langweilig. Nö!
Dazu trinken wir einen Incognito von Philipp Kuhn aus der Pfalz. Ein Wein, der wieder mal zeigt, dass deutsche Weinmacher eben doch auch tollen Rotwein können. Der Incognito heißt so, weil Philipp Kuhn nicht verrät, welche Trauben er in dieser Cuvée verbaut. Macht nichts - das Ergebnis spricht für sich. Ein schwerer, hintersinniger Wein. Erdig und tief und hervorragend zum Trüffel passend.

Vierter Gang: Schnitzel, Schwammerl, Knödel ... und Rosenkohl

Mein Lieblingskommentar zu diesem Gang: "Wie hast du es geschafft, dass mir hier der Rosenkohl so gut schmeckt?" Danke! :-)

Aber wenn du nett bist zum Rosenkohl, dann ist der Rosenkohl auch nett zu dir. Nicht matschig verkochen, dann wird er bitter und schleimig. Dieser Rosenkohl wurde 5 Minuten in Salzwasser blanchiert, dann eiskalt abgeschreckt und dann kurz gebraten - mit einem Hauch Chili und knusprigem Meersalz gewürzt.

Das Schnitzel stammt aus der Auberginenhüfte - besonders zartes Auberginenfleisch, dass nicht geklopft werden muss.

Rahmschwammerl und ein spinatisiert Semmelknödel komplettieren dann den Gang.

Schnitzel von der freilaufenden Aubergine, Rosenkohl in so wie er sein soll, Schwammerl, Knödel, Gewürzblüten.
Ins Glas kommt eine Cuvée von Hans Igler, aus Blaufränkisch, Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Ein voller Wein, der sich ausgezeichnet mit den Schwammerln versteht und auch mit dem Schnitzel eine schnelle und innige Freundschaft schloss.

Fünfter Gang: Eine Ode an den Käse

Ein Tryptichon vom Fromage.

Über einem stark reduzierten BalsamicoDip schwebt ein ParmsanNugget. Eine ParmesanCremeBrüll wartet auf den Löffel und eine kleine Pizza Dolce überrascht mit Gorgonzola und Birne.

Dazu ein spritziger prickelnder Süßwein wieder von Opera02. 

käsiges Trio
Sechster Gang: Multiple Schokolatismen

Die Deko, Leude - DIE DEKO!

Die Dekoschablone, von filigranen Elfenhänden ausgeschnitten.
Multipel schokoladig.

Ein Schokobrownie mir weißer SchokoPannaCotta und MüsliCrossi. Eine SchokoMousse und ein SchokoTrüffel.

Schokofinale
Dazu - schon wieder - der EspressoMartini. Ja. Es stimmt. Ich bin süchtig und kann nicht mehr ohne ...
EspressoMartini
Wie es sich für ganzheitlichen Hedonismus gehört war auch der Sound auf das Motto abgestimmt - guckst du SpotifyListe:



Das war es mit SupperClub14.

Ich freue mich auf die nächsten Sonntag beginnende kulinarische Serie "Alternativer Advent" - es gibt noch ein paar freie Plätze - KOMMT IN SCHAREN! Mehr Infos dazu? Hier!

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